Im Herbst 1999 war ich zum ersten Mal oben. Weil ich dachte, wir fahren in den Herbstferien nach Spanien, hatte ich mehr Sommerkleidung mitgenommen, was sich schnell als ein Fehler erwies. Auch unser Vorhaben, im Stall oben mit Iso-Matten und Schlafsack zu nächtigen, erwies sich als etwas blauäugig, weil nachts zu kalt. Weihnachten 1999 sind wir deshalb dann schon mit unserem 30 Jahres alten, für 1000 DM erstandenen Wohnwagen angerückt. Eine Aktion, über die man auch ein paar Seiten schreiben könnte: Hinter dem Mitsubishi Lancer das schwere Teil an zweieinhalb Tagen durch Frankreich geschleppt, die Paßstraße rauf gings ja noch, am Hotel war Schluß, den Berg hoch hat Amador das Ding mit dem Traktor gezogen, durch das untere Tor, das etwas zu schmal war, so dass der Wohnwagen eine dicke Schramme bekommen hat, dann auf die Wiese, schön in die Mitte, wo der Ausblick toll ist, leider aber auch der Wind, weshalb wir bei den Stürmen um die Jahrtausendwende ins Hotel geflüchtet sind, der Wohnwagen wackelte zu sehr. Einen Raum zum Kochen hatten wir jetzt trotz Wohnwagen nicht, weil im Wohnwagen keine Küche war (und es zu 2 bzw. 3 Personen mit Hund in dem Wohnwagen sowieso schon sehr eng war), also haben wir noch das ganze Jahr 2000 über oben auf dem Heuboden gekocht, meist auch gegessen, in einer seltsamen Feldküche, in der es oft saukalt war.

Noch in den ersten Herbstferien muss das obige Bild entstanden sein, ich hatte aus alten Brettern, die im kleinen Raum rumlagen, so ungefähr als allererstes einen stabilen Arbeitstisch zusammengehauen, der heute noch als Küchentisch dient. Und Roswitha streicht die Bretter, aus denen das Klohaus gebaut wird. Denn das war unsere erstes Vorhaben: Ein Kompost-Klo musste her.

Leider war meine Konstruktion dieses ersten Klo-Häuschens nicht stabil genug, ich hatte gedacht, es sei so schwer, dass man es nicht im Boden verankern müsse, und es nur auf vier flache Steine gestellt. Dort hat es, obwohl es an einer geschützten Stelle zwischen den beiden großen Eschen gestanden hat, den ersten (und auch außergewöhnlich heftigen) Wintersturm des Jahres 1999 nicht überstanden, und als wir Weihnachten zurückkamen, lag es auseinandergebrochen da; wir bauten eine zweite, verbesserte Version, die bis heute an ihrem Platz steht.



Pferde kommen sich die neuen Bewohner von Los Lanos ansehen, man sieht, das der Spaten noch fast unbenutzt ist und das Gestrüpp, das an der Stelle wächst, wo heute die große Rose wächst.


Auch die Schubkarre sieht noch fabrikneu aus, eine der ersten Anschaffungen, und eine der sinnvollsten dazu. Der dicke Balken, der uns lange vor der Tür als Bank gedient hat, ist schon da, noch nicht angestrichen, und das Fenster ist notdürftig mit gelber Plastikfolie vorschlossen, damit es drinnen nicht so zieht.



Drinnen sieht es derweil wild aus, so wild, dass niemand ein Foto gemacht hat. Man hätte auch Blitzen müssen, denn es gab ja eigentlich nur oben das große Fenster. Unten, wo die Kühe gestanden hatten, war es immer dunkel, feucht und unendlich dreckig. Das einzige Foto, das ich vom Innenraum gefunden habe, ist wahrscheinlich etwas später gemacht. Es zeigt den Heuboden und es ist - glaube ich - deshalb so hell, weil das Dach abgedeckt ist. Überall liegen Bretter herum, die guten Kastanienholz-Bretter, die für eine spätere Verwendung aufgehoben werden mussten, aber immer im Weg herumlagen. Das rechteckige Loch im Holzboden war der Durchgang, d.h. durch dieses Loch sind wir mit Hilfe einer alten Holzleiter geklettert, wenn wir nach oben in unsere "Küche" wollten.

Es hat recht lange gedauert, bis wir unten überhaupt mal so den Kuhdreck, das alte Heu und das Gerümpel weggeräumt hatten, dass wir überhaupt sehen konnten, wie der Zustand von Wand und Boden war. Nicht gut, denn es kam bei Regen Wasser von außen herein. Das Haus auf vor allem auf der Bergseite von außen aufgegraben, isoliert und mit einer Drainage versehen haben wir aber erst später - vielleicht die schlimmste Arbeit von allen, wer denkt da ans Fotografieren ...

Als erstes haben wir uns aber ab März 2000 dem Ausbau eines Wohn-Bade-Küchen-Raumes zugewendet.



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